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Vier Generationen voller Kreativität und weltweiten Erfahrungswerten


Bühlertäler Traditionsfriseurhaus  Mardo feierte mit international bekannter Prominenz sein 100-jähriges Bestehen

Bühlertal. „Wir sind sehr stolz, in Bühlertal einen so tollen Salon mit Know-How zu haben“, würdigte Bürgermeister Hans-Peter Braun die jahrzehntelangen innovativen und kreativen Leistungen des Traditionsfriseurhauses Mardo. Zu den Feierlichkeiten des 100-jährigen Bestehens durfte Geschäftsführerin Barbara Mardo daher nicht nur den Rathaus-Chef der Talgemeinde begrüßen, sondern auch international bekannte Prominenz. So war zum Beispiel Günther Amann extra aus Lörrach angereist, der in den 60er Jahren zusammen mit der Nationalmannschaft den Friseurweltmeistertitel nach Hause geholt hatte. Außerdem gratulierten Oliver Bohn (Deutscher Juniorenmeister sowie Junioren-Weltmeisters in Washington DC) und Intercoiffeur Franz Josef Siegler (Weltcup-Sieger von Osaka in Japan). Darüber hinaus hatten auch zahlreiche Kunden, Freunde und Wegbegleiter den Weg in die Bühlertäler Katzenbachstraße  gefunden. Wie sagte Weltmeister Günther Amann in seiner Laudatio so schön: „Friseursalon Mardo - ein wunderbarer Salon, der Zukunft angepasst und mit weltweiten Erfahrungswerten. Herzlichen Glückwunsch zu 100 Jahre Handwerk, Ethik und Berufsleistung!“

Zuvor hatte Barbara Mardo die Geschichte des Hauses noch einmal Revue passieren lassen: Von Gründer Franz  Braun und Ehefrau Hedwig, über Barbaras Eltern Alfred und Hedwig Mardo, bis hin zu ihrer Geschäftsübernahme nach bestandener Meisterprüfung im Jahr 1976. Schließlich habe  Barbara Mardo“, so betonte Amann, „nach vielen Weltreisen, Weltkongressen und Meisterschaften auf allen fünf Kontinenten einen modern Zukunftsbetrieb aufgebaut, in dem heute noch internationale weltweite Freundschaften – besonders in asiatische Länder – gepflegt werden!“Mit Tochter Alexandra, die im Jahr 1971 ebenfalls ins Friseurhandwerk einstieg, habe diese weltweite Verbundenheit neue Nahrung erhalten. So arbeitete die junge Friseurmeisterin u.a. in Japan und nahm ebenfalls an internationalen Meisterschaften und Interconti-Veranstaltungen in Asien und Amerika teil. Besonders bemerkenswert: die Teilnahme als Akteurin für das Schweizer Nationalteam beim Weltcup in Asien.

Vielleicht sollte an dieser Stelle eine kleine lustige Geschichte zum Schmunzeln aus dem Haus Mardo nicht unerwähnt bleiben, die den Lebensweg von Barbara Mardo ohne Frage  entscheiden mitgeprägt hat: als 12-Jährige durfte die jugendliche Barbara dem weltbekannten Günther Amann Modell sitzen. Die Frisur muss gut gelungen sein, denn laut Überlieferung übernachtete Barbara damals in einem Sessel, damit die das Kunstwerk bis zum nächsten Tag auf keinen Fall Schaden nehme.  Übrigens steht dieser legendäre Sessel heute noch im Eingangsbereich des Friseursalons. Allerdings müssen die Kunden jetzt nicht mehr 24 Stunden auf dem antiken  Erinnerungsstück nächtigen, sondern dürfen natürlich sofort mit perfekt gestylten Haaren nach Hause gehen.

 Kundentreue

Bühlertal (jure). Allen Grund zum Feiern hatte am Wochenende Friseur Mardo in der Katzenbachstraße. Vor 100 Jahren eröffnete Franz Braun seinen Herrensalon, den später seine Tochter Hedwig zusammen mit Ehemann Alfred Mardo fortführte und schließlich bis heute von Barbara Mardo geleitet wird. Einige der mitfeiernden Gäste haben die Geschichte über sechs oder gar sieben Jahrzehnte miterlebt. Seit 72 Jahren ist Ursula Mützel Kundin. Schon als Kind war sie bei Franz Braun und bekam schließlich von Alfred Mardo mit 14 Jahren ihre erste Dauerwelle verpasst. An diese kann sich auch Ursula Brandenberger noch gut erinnern. Als sie mit zehn Jahren zur Kommunion ging, habe es geheißen „du brauchst Dauerwellen, sonst hält das Kränzel auf dem Kopf nicht“. Heute können sie und auch Gerlinde Groß über die Dauerwellen von damals nur noch den Kopf schütteln. „Es sah eigentlich furchtbar aus“, erinnert sich Gerlinde Groß an die füllige Haarpracht. 1954 habe man ihr die Zöpfe abgeschnitten, da die Schulzeit vorbei war. Gute Erinnerungen an die Dauerwellen hat Erika Moser. Sie war die erste Kundin, bei der Barbara Mardo die neu erlernte Dauerwellentechnik anwendete. Dabei blieb die Frisur am Hinterkopf schmal. Auch Erika Moser hat alle Generationen der Familie Braun/Mardo kennen- und schätzen gelernt. Und an noch etwas können sich die langjährigsten Kundinnen erinnern: Franz Braun war auch der Puppendoktor der Talgemeinde und hat den kleinen Mädchen ihr Lieblingsspielzeug stets repariert. Mit Blumen und herzlichen Worten dankte Barbara Mardo am Samstag ihnen für ihre außergewöhnlich lange Treue.

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